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Kartoffeln ( Solanum tuberosum )
Familie : Nachtschattengewächse Klasse : Dreifurchenpollen - Zweikeimblättrige
Die Kartoffel stammt aus den Südamerikanischen Anden. Im Jahr 1555 trat sie das erste Mal in Spanien auf. Sie kam wegen der schönen Blüte als Zierpflanze nach
Europa.
Die landwirtschaftliche Nutzung der Kartoffel begann jedoch erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Der weiltweit größte Kartoffelproduzent ist heute die Volksrepublick China.
Die Kartoffel
ist eine anspruchslose Ackerpflanze, die jedoch kälteempfindlich ist. Kartoffeln werden nicht aus Samen, sondern aus Saatkartoffeln gezogen.
Kartoffeln sollten dunkel, trocken und nicht zu warm gelagert werden. Sie vertragen keinen Frost und keine Nässe.
Weltweit gibt es ca. 5000 Kartoffelsorten, in Deutschland nutzt man ca. 150.
Die Kartoffel ist ein gesundes Grundnahrungsmittel, das sehr vielseitig zubereitet werden kann.
100 gr. Kartoffeln = 70 kcal Kartoffeln enthalten Vitamin C und A, aber auch B-Vitamine. Sie enthalten Phosphor und Eisen, Natrium, Kalium und
Kalzium. Kartoffeln enthalten etwa 78 Prozent Wasser, 18 Prozent Stärke, 2,2 Prozent Eiweiß, 1 Prozent Mineralstoffe, 0,1 Prozent Fett und Vitamine. Die meisten Vitamine sitzen bei der Kartoffel direkt unter der
Schale. Daher sind Pellkartoffeln besonders gesund.
Man unterscheidet zwischen festkochenden, vorwiegend festkochenden und mehlig kochenden Sorten.
Festkochende Kartoffeln bleiben gut in Form. Deshalb nimmt man sie gerne für Kartoffelsalate, weil die Knolle nicht auseinander fällt. Auch für Salz - Pell - und Bratkartoffeln ist sie bestens geeignet sowie für Gratins und Aufläufe. Festkochende Kartoffelsorten sind z.B. Linda, Cilena, Selma, Nicola und Princess. Vorwiegend festkochende Sorten sind universell einsetzbar. Sie springen beim Kochen zwar ein wenig auf, jedoch sind sie für Salz - Pell - Brat - und Grillkartoffeln geeignet, sowie für Suppen und Aufläufe. Vorwiegend festkochende Sorten sind z.B. Berber, Christa, Granola, Laura und Solara. Mehlig kochende Sorten brechen beim Kochen leicht auf. Sie sind ideal für Pell - und Salzkartoffeln, für Kartoffelpüree und für Klöße. Mehlig kochende Sorten sind z.B. Adretta, Afra und Likaria.
Kartoffel ist nicht gleich Kartoffel. Frühe Kartoffeln kommen als erste “neue” Kartoffeln auf den Markt. Sie sind länglich und etwas nierenförmig und eignen sich gut als Salatkartoffeln, weil sie beim Kochen fest bleiben. Frühkartoffeln können nicht eingelagert werden. Mittelfrühe Kartoffeln sind im allgemeinen rund und haben gelbes Fleisch. Die Schale ist glatt, die Augen sind flach und beim Schälen leicht zu entfernen. Mittelfrühe Sorten kann man gut einkellern. Spätkartoffeln sind meistens rund, haben eine rauhe Schale und tiefgehende Augen. Sie sind stärkehaltiger und mehliger als die frühen Sorten und daher für Kartoffelpüree, Klöße und Puffer am besten geeignet. Spätkartoffeln kann man einkellern.
Die Kartoffel zählt zu den Nachtschattengewächsen und wie viele andere Mitglieder dieser Gruppe enthält sie giftige Stoffe (vor allem Solanin). Daher sind Blätter, die
Blüten und die grünen, etwa kirschgroßen Früchte nicht essbar. Nur die Knollen sind weitgehend frei davon.
Kartoffeln gibt es in unterschiedlichsten Formen und Farben: gelb, blau oder rot, länglich, rund, oval oder krumm gebogen. Mal schmecken sie würzig oder
buttrig, mal cremig, herb oder erdig.

Bildquelle : Pixelio.de

bunte Kartoffeln Bildquelle : Pixelio.de
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