WEIHNACHTLICHE

GEDICHTE

 

 

                                         

 

Bleib einmal steh´n und haste nicht

und schau das kleine stille Licht.

Hab einmal Zeit für dich allein

zum reinen Unbekümmertsein.

Lass deine Sinne einmal ruh´n

und hab den Mut zum Garnichtstun.

Lass diese wilde Welt sich dreh´n

und hab das Herz, sie nicht zu sehen.

Sei wieder Mensch und wieder Kind

und spür, wie Kinder glücklich sind.

Dann bist – von aller Hast getrennt –

du auf dem Weg hin zum Advent !

                                        

         

                                                          

 

    Gestern Abend war's, so gegen Sieben,
    Mutter war gerade beim Kaufmann drüben.
    Da holtert's und poltert's die Treppe hinauf,
    klopft an die Tür und reißt sie auf.
    Knecht Ruprecht war´s, er kam herein
    und denkt euch ich war ganz allein.
    Er murmelte etwas, wie: "Weihnachtslieder",
    da sprang ich schnell vom Stuhle hernieder
    und sang ihm das Lied von der heiligen Nacht,
    da hat er aber Augen gemacht.
    Er schenkte mir Nüsse und Pfefferkuchen
    und sprach, er wird mich mal wieder besuchen.
    "Grüß' auch Mutter und Vater recht schön!"
    und ich sagte fröhlich: "Auf Wiedersehen."

     

                                                                                 

     

Das erste Licht

Wenn´s draußen stürmt und trübe ist,
zieht drinnen ein, ein kleines Licht.
Es leuchtet bis ins Herz hinein,
bringt Wärme uns mit seinem Schein.

Es kündigt an die Weihnachtszeit,
es sagt uns "haltet euch bereit,
der Herr hat seinen Sohn gesandt,
dass Freude sei im ganzen Land."

Drum schaut voll Dank in dieses Licht,
auch wenn es draußen finster ist.
Öffnet ihm eure Herzen weit,
mit ihm beginnt die Freudenzeit.

Nun strahlt auch schon das zweite Licht,
wirft seinen Glanz auf dein Gesicht,
schon bald ist es dann wie im Traum,
es leuchtet hell der Lichterbaum.

 

                                                               

     

Nur noch einmal wird es dunkel,

nur noch einmal wird es Nacht.

Wird es wieder Abend werden,

hat Knecht Ruprecht was gebracht.

Aus dem Walde wird er kommen,

wo verschneite Tannen steh´n,

und sechs große zahme Hirsche

sind vor dem Gefährt zu sehn.

Glocken klingen, und der Schlitten

ist bis obenhin bepackt.

Ach, was hat der gute Alte

für die Kinder eingesackt!

Äpfel, Nüsse und Rosinen,

Kuchen, Kekse, Marzipan,

Engelshaar und Mandarinen,

Hampelmann und Eisenbahn.

Weiß du noch vom letzten Jahre,

als der Tannenbaum gebrannt,

wie es war, als lang erwartet

in der Tür Knecht Ruprecht stand?

Nur noch einmal wird es dunkel,

nur noch einmal wird es Nacht.

Wird es wieder Abend werden,

hat Knecht Ruprecht was gebracht.

(Bruno Horst Bull)

     

Ein Weihnachtsgedicht

Manche holen sich a Tännchen,
when this brennt, they cry "Attention".
Rufen for the Feuerwehr:
"Please come quick to löschen her!"
Goes the Tännchen of in Rauch,
they are standing on the Schlauch.

In the kitchen of the house
mother makes the Christmasschmaus.
She is working, schufting, bakes
hit is now her Yoghurtkeks.
And the Opa says als Tester:
"We are killed bis to Silvester".
Then he fills the last Glas wine - 
yes, this is the christmastime!

Day by day does so vergang,
and the holy night does come.
You can think, you can remember,
this is immer in Dezember.
Then the childrenlein are coming
candle-Wachs is abwärts running.
Bing of Crosby Christmas sings
while the Towerglocke rings
and the angels look so fine -
well this is the Weihnachtstime.

Baby-eyes are big and rund,
the familiy feels kerngesund
when unterm Weihnachtsbaum are hocking
then nothing can them ever shocking.
They are so happy, are so fine -
this happens in the Chistmastime!

The animals all in the house,
the Hund, the Katz, the bird, the mouse,
are turning round the Weihnachtsstress,
enjoy this day as never nie,
well they find Kittekat and Chappi
in the Geschenkkarton von Pappi.
The familiy begins to sing
and wieder does a Glöckchen ring.
Zum Song vom grünen Tannenbaum
the Tränen rennen down and down.
Bis our mother plötzlich flennt:
"The christmas-Gans im Ofen brennt!"
Her nose indeed is very fine

Ende of the Weihnachtstime                                                                                                                                                                                      

                                                                       

 

Markt und Strassen stehn verlassen, 
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh' ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen, heil'ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigt's wie wunderbares Singen -
O du gnadenreiche Zeit!

 ( Joseph Freiherr von Eichendorff )      

                          

                                                                                         

    Teddybären - Gedicht 

    Die Flocken sinken leis' hernieder,
    die Kinder singen Weihnachtslieder.
    Der Teddy traurig denkt bei sich:
    Gibt's Weihnachten wohl auch für mich?
    Vor lauter Schenken, Lichter, Essen,
    da haben die mich glatt vergessen!
    Doch siehe da - er glaubt es kaum -
    ein Päckchen liegt noch unterm Baum.
    Und was ist drin? Jetzt staunt er sehr:
    Ein neues Kleid für Teddybär!      

                         

                                                                               

    Vorweihnachtszeit

    Wenn vom Baum die Blätter fallen,
    und der Herbstwind fegt durchs Land,
    füll'n sich langsam die Regale,
    Weihnachtsduft erfüllt das Land.

    Wo ich hinseh' Weihnachtsmänner,
    Spekulatius, Marzipan,
    kanns schon langsam nicht mehr sehen,
    warum tun sie uns das an?

    Nicht mehr lang, ihr werdets sehen,
    steht der Hase unterm Baum,
    hängt die Eier an die Nadeln,
    schlimmer werden kanns ja kaum.

    von Heinz Bornemann

     


Tannengeflüster


Wenn die ersten Fröste knistern,
In dem Wald bei Bayrisch - Moos,
Geht ein Wispern und ein Flüstern
In den Tannenbäumen los,
Ein Gekicher und Gesumm
Ringsherum.

Eine Tanne lernt Gedichte,
Eine Lärche hört ihr zu.
Eine dicke, alte Fichte
Sagt verdrießlich: "Gebt doch Ruh!
Kerzenlicht und Weihnachtszeit
Sind noch weit!"

Vierundzwanzig lange Tage
Wird gekräuselt und gestutzt
Und das Wäldchen ohne Frage
Wunderhübsch herausgeputzt.
Wer noch fragt: "Wieso? Warum?!
Der ist dumm.

Was das Flüstern hier bedeutet,
Weiß man selbst im Spatzennest:
Jeder Tannenbaum bereitet
Sich nun vor aufs Weihnachtsfest,
Denn ein Weihnachtsbaum zu sein:
Das ist fein!

     

von James Krüss   

             

 

Die Weihnachtsgans                            

Tiefgefroren in der Truhe
liegt die Gans aus Dänemark.
Vorläufig lässt man in Ruhe
sie in ihrem weißen Sarg.

Ohne Beine, Kopf, Gekröse
ruht sie neben dem Spinat.
Ob sie wohl ein wenig böse
ist, dass man sie schlachten tat?

Oder ist es doch zu kalt ihr?
Man sieht's an der Gänsehaut...
Nun, sie wird bestimmt nicht alt hier:
morgen wird sie aufgetaut.

Hm, welch ein Duft zieht aus dem Herde
durch die ganze Wohnung dann!
Macht, dass gut der Braten werde,
morgen kommt der Weihnachtsmann!

von Heinz Ehrhardt                       

 

                     Das Tännlein            

Ein Tännlein aus dem Walde,
Und sei es noch so klein,
Mit seinen grünen Zweigen
Soll unsre Freude sein!

Es stand in Schnee und Eise
In klarer Wintersluft;
Nun bringt's in unsre Stuben
Den frischen Waldesduft.

Wir wollen schön es schmücken
Mit Stern und Flittergold,
Mit Äpfeln und mit Nüssen
Und Lichtlein wunderhold.

Und sinkt die Weihnacht nieder,
Dann gibt es lichten Schein,
Das leuchtet Alt und Jungen
Ins Herz hinein.

von Albert Sergel                        

 

Weihnachtszeit

O schöne, herrliche Weihnachtszeit!
Was bringst du Lust und Fröhlichkeit!
Wenn der heilige Christ in jedem Haus
teilt seine lieben Gaben aus.
Und ist das Häuschen noch so klein,
so kommt der heilige Christ hinein,
und alle sind ihm lieb wie die Seinen,
die Armen und Reichen, die Grossen und Kleinen.
Der heilige Christ an alle denkt,
ein jedes wird von ihm beschenkt.
Drum lasst uns freuen und dankbar sein!
Er denkt auch unser, mein und dein!

 

Heinrich Hoffmann von Fallersleben                            

Die Weihnachtsmaus

Die Weihnachtsmaus ist sonderbar
(sogar für die Gelehrten),
denn einmal nur im ganzen Jahr
entdeckt man ihre Fährten.

Mit Fallen oder Rattengift
kann man die Maus nicht fangen.
Sie ist, was diesen Punkt betrifft,
noch nie ins Garn gegangen.

Das ganze Jahr macht diese Maus
den Menschen keine Plage.
Doch plötzlich aus dem Loch heraus
kriecht sie am Weihnachtstage.

Zum Beispiel war vom Festgebäck,
das Mutter gut verborgen,
mit einem Mal das Beste weg
am ersten Weihnachtsmorgen.

Da sagte jeder rundheraus:
"Ich hab es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen."

Ein andres Mal verschwand sogar
das Marzipan von Peter,
was seltsam und erstaunlich war,
denn niemand fand es später.

Der Christian rief rundheraus:
"Ich hab es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen."

Ein drittes Mal verschwand vom Baum,
an dem die Kugeln hingen,
ein Weihnachtsmann aus Eierschaum
nebst andern leckren Dingen.

Die Nelly sagte rundheraus:
"Ich habe nichts genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen."

Und Ernst und Hans und der Papa,
die riefen: "Welche Plage!
Die böse Maus ist wieder da,
und just am Feiertage!"

Nur Mutter sprach kein Klagewort.
Sie sagte unumwunden:
"Sind erst die Süssigkeiten fort,
ist auch die Maus verschwunden!"

Und wirklich wahr:
die Maus blieb weg, sobald der Baum geleert war,
sobald das letzte Festgebäck
gegessen und verzehrt war.

Sagt jemand nun, bei ihm zu Haus -
bei Fränzchen oder Lieschen -
da gäb es keine Weihnachtsmaus,
dann zweifle ich ein bisschen!

Doch sag ich nichts, was jemand kränkt!
Das könnte euch so passen!
Was man von Weihnachtsmäusen denkt,
bleibt jedem überlassen!

                   von James Krüss           

 

Der Weihnachtsmann
 

Heute zieht der Weihnachtsmann
seine warmen Stiefel an.
Schnell packt er seinen Rentierwagen,
den Viechern dreht sich schon der Magen.
Ab, ab fliegt er durch die Weihnachtsluft,
mit Rauschebart und roter Kluft.
Hinein ins Gewühle der Stadt,
wer weiß, wer diesen Trubel erfunden hat.
Dann muss er noch Reklame vor Karstadt steh'n
und durfte nicht nach Hause gehn.
Viel lieber würde er im Glitzerschnee
'ne Schlitterbahn machen, quer über'n See.
Nach langer Nacht fliegt er in den Himmel,
gleich hinter den Mond und verschwindet,
lacht in seinen Bart, weil ihn dort niemand findet.
Alles geschafft, er ist froh und munter
und kommt er in einem Jahr wieder runter.

                                                       von Susanne Skusa

 


 

Nikolaus, Nikolaus, huckepack,
schenk uns was aus deinem Sack!
Schüttle deine Sachen aus,
gute Kinder sind im Haus!
 

 

Glöckchen klingt von Haus zu Haus,
heute kommt der Nikolaus.
er kommt durch Schnee,
er kommt durch Wind,
er kommt zu jedem braven Kind.

 

Lieber guter Nikolaus
Ich stell die Schuhe schmutzig raus
Ich sehe das nämlich nicht so eng
Du bist doch da nicht allzu streng?
 

kleine weihnachtsglocke

 

 

Der aufpolierte Weihnachtsmann

„Also“, sprach der Himmelvater,
als persönlicher Berater,
zu dem Weihnachtsmann: “Ich nehme
an, du hast Probleme ?"

„Weißt du“, sagt der rote Dicke,
wenn ich in den Spiegel blicke
bin ich oft am überlegen,
ob die Menschen mich noch mögen?

Denn mein Outfit, das entspricht der
neuen Mode längst schon nicht mehr.
Seh' mich nicht als Weihnachtsbote,
mehr als rote Chili-Schote.

Rudolph, diese lahme Ente
sollte auch bereits in Rente,
denn es wird heut’ – ungelogen -
längst mit Überschall geflogen!

Wenn es schneit in meinen Schlitten
sitze meistens ich inmitten
knöchelhohem Schnee beim Fliegen.
Werd' wohl bald das Rheuma kriegen.

Viele Kinder mailen, chatten
mir, was sie so gerne hätten,
aber der PC samt Maus
wird verschenkt vom Nikolaus!

Ein Gerücht wird auch verbreitet
von Erwachs’nen, das bedeutet:
dass es mich nicht gibt auf Erden!
Damit soll ich fertig werden?“

„Nun“, der Himmelvater nickte,
„das ist's, was dich so bedrückte?
Schad’, wenn wegen dieser Dinge
Weihnachten nun flöten ginge!

All die Großen und die Kleinen
würden sicher um dich weinen.
Gegen einige der Sachen,
kann bestimmt man etwas machen.

Ein paar Engel, ein paar Elfen
sollen dir in Zukunft helfen.
Und vergiss nicht für die Nerven,
ständig Kekse einzuwerfen.

In dem Spiegel zu dem Affen
sag’: Jawoll, ich werd’ es schaffen!
Du bekommst dann noch, mein Guter,
deinen eigenen Computer.

Trag’ das Outfit, dieses Rote,
doch versuch’ mal eine Schote
Chili Rudolph anzudrehen.
Na, da wird die Post abgehen!

Und weil der sich schon seit Jahren
wünscht, mal richtig schnell zu fahren,
wird dein Schlitten jetzt ein Heuler :
kriegt 'nen Motor, Dach und Spoiler !“

"Danke ! Ja, das hilft mir weiter"
sprach der Weihnachtsmann da heiter
und schritt stolz, wie nie zuvor,
durch das gold'ne Himmelstor.

Zu dem Christkind und den Engeln
draußen rief er: „Schluss mit Quengeln!“
und danach in alter Sitte:
„Rudolph, vor den Schlitten bitte!

Doch heut brauchst du nicht zu ziehen.
Wenn erst unsre Düsen glühen,
hat das Tempo keine Schranken !
Doch zuvor muss ich noch tanken."

Vom Computer unterstützt,
saust er heuer wie ein Blitz,
durch den weihnachtlichen Himmel.
Horch mal ! Hörst du sein Gebimmel ?

von Sonja Bartl

                                         

 

                 

Die lustige Weihnacht

Heute tanzen alle Sterne,
Und der Mond ist blank geputzt.
Petrus in der Himmelsferne
Hat sich seinen Bart gestutzt.

Überall erklingt Geläute,
Fröhlich schmückt sich groß und klein,
Und die Heiligen tragen heute
Ihren Sonntags-Heiligenschein.

Es ertönen tausend Flöten,
Tausend Kerzen geben Glanz.
Und die würdigen Kometen
Wedeln lustig mit dem Schwanz.

Hinterm Zaun im Paradiese,
Gar nicht weit vom Himmelstor,
Musiziert auf einer Wiese
Auch der Engelskinderchor.

Ihre roten Tröpfelnasen
Putzen sich die Kleinen schnell,
Und dann singen sie und blasen
Auf Fanfaren, silberhell.

Jedes Jahr um diese Stunde
Singen sie nach altem Brauch.
Alle Sterne in der Runde
Lauschen - und die Menschen auch.

weihnachtsgirlande2

 

Vor Weihnachten

Die Kindlein sitzen im Zimmer
- Weihnachten ist nicht mehr weit -
bei traulichem Lampenschimmer
und jubeln: "Es schneit, es schneit!"

Das leichte Flockengewimmel,
es schwebt durch die dämmernde Nacht
herunter vom hohen Himmel
vorüber am Fenster so sacht.

Und wo ein Flöckchen im Tanze
den Scheiben vorüberschweift,
da flimmert's in silbernem Glanze,
vom Lichte der Lampe bestreift.

Die Kindlein sehn's mit Frohlocken,
sie drängen ans Fenster sich dicht,
sie verfolgen die silbernen Flocken,
die Mutter lächelt und spricht:

"Wisst, Kinder, die Engelein schneidern
im Himmel jetzt früh und spät;
an Puppenbettchen und Kleidern
wird auf Weihnachten genäht.

Da fällt von Säckchen und Röckchen
manch silberner Flitter beiseit,
von Bettchen manch Federflöckchen;
auf Erden sagt man: es schneit.

Und seid ihr lieb und vernünftig,
ist manches für euch auch bestellt;
wer weiß, was Schönes euch künftig
vom Tische der Engelein fällt!"

Die Mutter spricht's; - vor Entzücken
den Kleinen das Herz da lacht;
sie träumen mit seligen Blicken
hinaus in die zaubrische Nacht.

 

 

Grüner Kranz mit roten Kerzen,
Lichterglanz in allen Herzen,
Weihnachtslieder, Plätzchenduft,
Zimt und Sterne in der Luft,
Garten trägt sein Winterkleid,
Wer hat noch für Kinder Zeit.

Leute packen, basteln, laufen,
Grübeln, suchen, rennen, kaufen,
Kochen, backen, braten, waschen,
Rätseln, wispern, flüstern, naschen,
schreiben Briefe, Wünsche, Karten,
Was sie auch von Dir erwarten.

Doch wozu denn hetzen, eilen,
Schöner ist es zu verweilen,
Und vor allem dran zu denken ,
sich ein Päckchen " Zeit " zu schenken.
Und bitte lasst noch etwas Raum
Für das Christkind unterm Baum.

kugel baumelt

 

Advent, Advent, die erste Kerze brennt.
Die Weihnachtszeit beginnt.
Advent, Advent, die erste Kerze brennt.
Der Nikolaus kommt bestimmt.

Advent, Advent, die zweite Kerze brennt,
das Haus ist voll Tannenduft.
Advent, Advent, die zweite Kerze brennt,
es liegt was in der Luft.

Advent, Advent, die dritte Kerze brennt,
nun ist es nicht mehr weit.
Advent, Advent, die dritte Kerze brennt.
Macht euch schon bereit.

Advent, Advent, die vierte Kerze brennt.
Die Päckchen sind gepackt.
Advent, Advent, die vierte Kerze brennt.
Bald ist Heilig´ Nacht.

Advent, Advent, die fünfte Kerze brennt.
Doch das ist einerlei.
Denn wenn für dich die fünfte Kerze brennt,
ist Weihnachten vorbei.

 

Der erste Stern

Am Himmel glänzt ganz hell und fern,
Der allererste Abendstern.
Rings um ihn ist dunkle Nacht,
Der Stern hält stolz die Abendwacht.

Er schaut zur Erde, auf jedes Tier,
Blickt auf die Häuser, schaut auch zu dir.
Er schickt mit seinem Silberschein,
Dir gute Wünsche ins Haus hinein.

Und naht die liebe Weihnachtszeit,
trägt ER sein schönstes Silberkleid
Und hält für dich am Himmelsbaum
Bereit den schönsten Weihnachtstraum.

Steig auf den Silberschein zum Baum
Und pflücke dir dort einen Traum.
Der Stern strahlt dir auf deiner Reise,
schließ die Augen und sei ganz leise.

stern blinkt

 

Einsame Weihnacht

Ein alter Mann mit weißem Haar,
verbringt Advent auch dieses Jahr
voll Hoffnung auf die Weihnachtszeit
und seine Kinder, die sooo weit.
In seiner stillen, alten Klause
hofft er auf Trubel dann im Hause.

Er hofft auf Enkel, Tochter, Sohn,
die nun seit vielen Jahren schon
nur selten auf Besuch erscheinen,
um die Familie zu vereinen.
Er hofft auf frohes Kinderlachen,
will selber ihnen Freude machen,
er hofft auf eine Weihnachtstanne,
auf Lichterglanz und Teepunschkanne.

Da kommt ein Brief: "Wir kommen nicht!
Die weite Fahrt -- aus unsrer Sicht --
die lohnt sich nicht.

Doch wünschen wir Dir alles Gute.
Das Hänschen kriegt diesmal die Rute,
weil es so oft die Ruhe stört
und nicht auf unsre Worte hört."

----Am Heiligabend, so um zwei,
sagt Hans bei Tisch ganz nebenbei:
"Was mag denn wohl der Opa machen?
Der hat doch sicher nichts zum Lachen!
Der wird heut' Abend einsam sein....
Seid Ihr im Alter auch allein?"

Der Vater sieht die Mutter an.
Die nickt ihm zu, steht auf ....und dann...
sagt Vater zu dem kleinen Hans:
"Den Stollen und die Weihnachtsgans
gibt's diesmal, wo der Opa wohnt....
ich meine, daß die Fahrt doch lohnt."

Der alte Mann mit weißem Haar
hört's draußen klopfen: "Ist das wahr?!
Kann ich mich heute doch noch freu'n
und brauche nicht allein zu sein?"

Der Weihnachtsbaum ist schnell geschmückt
und drunter, aus der Krippe, blickt
am Abend froh das Christuskind:
Es sieht, daß alle glücklich sind

von Arnold Kirchner

 

jesus in der krippe

 

Weihnachtsstress

Als im August in den Geschäften
die Pfefferkuchenzeit begann,
da fragten viele mit Entsetzen:
Kommt denn schon jetzt der Weihnachtsmann?

Seitdem sind Monate vergangen,
nun ist es wirklich fast soweit.
Es öffneten die Weihnachtsmärkte
und in der Luft liegt Heimlichkeit.

Längst sind die Wunschzettel geschrieben,
der Stollenduft zieht durch das Land
und auf der Suche nach Geschenken,
wird selbst am Sonntag rumgerannt.

Es gibt so vieles zu bedenken,
damit man wirklich nichts vergisst.
Und mancher wünscht sich schon seit Wochen,
dass alles bald vorüber ist.

Dann ist er da, der Heiligabend,
der Weihnachtsbaum ist bunt geschmückt.
Jetzt gibt es nur noch den Gedanken,
dass auch der Weihnachtsbraten glückt.

Die Feiertage gehn vorüber,
man übt sich in Besinnlichkeit.
Doch um sich wirklich zu besinnen,
bleibt einem viel zu wenig Zeit.

Gestresst von all dem Weihnachtstrubel
schwört sich dann wieder jedermann:
Im nächsten Jahr wird alles anders!
Na, hoffentlich denkt ihr auch dran.

von Monika Peschel

 

weihnachtsmann mit geschenk

 

Adventskalender

Im Dezember konsequent
beginnt am Sonntag der Advent
am Kalender wohl durchdacht
wird's erste Türchen aufgemacht.

Jeden Tag muss man nun suchen
wo steckt die Zahl nur, ohne fluchen
ob eine 10, ob ungerade
dahinter wieder Schokolade.

Mal als Trompete, mal als Engel
da freut sich auch der Lausebengel
darf vierundzwanzig mal nun naschen
und sich danach die Hände waschen.

Und wenn die letzte Tür dann offen
wir uns was Neues nun erhoffen
steht auf dem Tisch kerzengerade
der Weihnachtsmann, aus Schokolade.


weihnachten24

 

Nicht immer haben Engel Flügel,
weißes Gewand und gold´nen Stern.
Sie leben meistens auf der Erde
und sind dem Himmel recht weit fern.
Ein Engel, irdisch und ganz menschlich,
der öffnet weit des Herzens Tor,
er will nur einfach für Dich da sein
und leiht Dir willig stets sein Ohr.
Ein Engel hat Geduld und Liebe,
sagt nie: Ich hab´ keine Zeit.
Er ist, wann immer Du ihn brauchest
für Dich zur Hilfe gern bereit.
Ich wünsche Dir heute solchen Engel,
damit ein weihnachtlicher Schein
ein ganzes Jahr in Deinem Herzen,
ein ganzes Jahr mag um Dich sein.

engelchen

 

Die Tage kurz wie lang nicht mehr,
man spürt genau es kommt der Herr,
Der Rauhreif ist des Baumes Kleid,
Herzlichkeit statt Hass und Neid.

Zimt und Rum hängt in der Luft,
es macht sich breit der Nadelduft,
Kerzenschein erhellt den Raum,
süsser Klang am Weihnachtsbaum.

Menschlichkeit in kalten Gassen,
Lichterglanz in grossen Massen,
Nachbarn reichen sich die Hände,
Zoff und Hader sind zu Ende.

Kinderaugen groß und klar,
Seh´n Geschenke wunderbar,
sie strahlen vor Glückseligkeit,
man spürt es, es ist Weihnachtszeit.

 

 

Weihnachtsmarkt ist aufgebaut,
Zuckerhäuschen, wo man schaut.
Lichter zart mit warmem Schein,
dringen in die Herzen ein.
Atmosphäre, die man kennt,
stiller Zauber im Advent.

weihnacht04

 

Der Bratapfel

Kinder, kommt und ratet,
was im Ofen bratet!
Hört, wie´s knallt und zischt.
Bald wird er aufgetischt,
der Zipfel, der Zapfel, der Kipfel,
der Kapfel, der gelbrote Apfel.

Kinder, lauft schneller,
holt einen Teller,
holt eine Gabel!
Sperrt auf den Schnabel
für den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den goldbraunen Apfel!

Sie pusten und prusten,
sie gucken und schlucken,
sie schnalzen und schmecken,
sie lecken und schlecken
den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den knusprigen Apfel.

(Volksgut aus Bayern)

apfel dreht sich

 

 

Der Heilige Abend

Ganz dolle erleuchtet ist die Gasse,
still und starrlich ruht der See.
Auf der tiefverschneiten Strasse
liegt ein totgefahrenes Reh.

Weihnachten ist angekommen.
Alle Kinder freun sich doll.
Mama ist grad hingefallen,
Papa ist schon wieder voll.

Der Weihnachtsbaum ist hell erleuchtet,
denn grad fängt er zu brennen an.
Da klopft es draußen an dem Tore,
ist das wohl Herr Weihnachtsmann?

Doch es sind nur die Verwandten,
die da stehen vor der Türe.
Oma, Opa, Onkel, Tante,
die alten Feiertagsgeschwüre.

Da kommt Knecht Ruprecht mit dem Schlitten,
fährt voll in Papas Manta rein.
Der sagt: "Na, der kann was erleben,
dem hau ich jetzt die Fresse ein."

Die Kinder fangen an zu flennen,
von Ferne naht die Polizei.
Der Baum ist immer noch am brennen
und Heiligabend ist vorbei.
 

                                             blaulicht

 

Im Advent bei Kerzenschein
die Kindheit fällt dir wieder ein.
Ein Adventskranz mit seinen Kerzen
läßt Frieden strömen in unsere Herzen.
Des Jahres Hektik langsam schwindet
und Ruhe endlich Einkehr findet.
Ein Tag, er kann kaum schöner sein,
als im Advent bei Kerzenschein.



kleine blaue kerze

 

Ich wünsche euch zur Weihnachtszeit,
dass es vom Himmel leise schneit
und dass zu Hause immerzu
nur Frieden herrscht und heil'ge Ruh,
die Menschen froh und glücklich sind
und frei von Tränen jedes Kind.


Ich wünsche euch zur Weihnachtszeit,
dass Freude übertönt manch Leid,
das Glück dir stets gewogen bleibt,
die Sorgen aus dem Herzen treibt,
die Liebe immer überwiegt
und Toleranz den Hass besiegt.


Ich wünsche euch zur Weihnachtszeit,
dass es vom Himmel leise schneit
und dass auf dieser schönen Welt
nicht nur der Wert des Geldes zählt,
dass Zeit genug zum Leben bleibt,
denn dann ist wirklich Weihnachtszeit!

Autorin : Lemmie

 

 

Bratäpfel aus Großmutters Kachelofen

Es knistert im Ofen, die Kohlen glühen,
die gefüllten Äpfel, einst saftig und grün,
werden zu einem Gaumenschmaus.
Ein feiner Duft zieht durch das Haus.

Großmutter erhebt sich ganz gemach
und schüttet ein paar Kohlen nach.
„Schaut nur wie die Funken sprühen
und die Eierkohlen glühen!“

In der Röhre brutzelt es leise
auf ganz wundersame Weise.
„Hört nur, wie es zischt und pufft.“
Jeder schnuppert - welch ein Duft.

„Kinder, holt die Teller raus,“
schallt es fröhlich durch das Haus.
Großmutter holt zwei kleine Lappen
und öffnet die heißen Ofenklappen.

Mit einem Lächeln im Gesicht
stellt sie die Äpfel auf den Tisch.
„Greift zu, ihr müsst euch nicht genieren.
Jetzt wollen wir die Bratäpfel probieren!“

Welch eine Ruhe, welch eine Stille.
Es riecht nach Rum und nach Vanille.
Ein wenig auch nach Marzipan,
dem niemand widerstehen kann.

Im Ofen noch ein leises Knacken -
er hat die Äpfel uns gebacken.

Gudrun Nagel - Wiemer

                              bratapfel

 

 

Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
daß er leuchte uns so sehr
durch die dunklen Stunden.

Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
und so leuchten auch wir,
und so leuchtet das Zimmer.

Und so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen.
Und der in Händen sie hält,
weiß um den Segen!


           adventskranz04

 

Nikolaus, du guter Mann,
hast einen schönen Mantel an.
Die Knöpfe sind so blank geputzt,
dein weißer Bart ist gut gestutzt,
die Stiefel sind so spiegelblank,
die Zipfelmütze fein und lang,
die Augenbrauen sind so dicht,
so lieb und gut ist dein Gesicht.
Du kamst den weiten Weg von fern,
und deine Hände geben gern.
Du weißt, wie alle Kinder sind:
Ich glaub, ich war ein braves Kind.
Sonst wärst du ja nicht hier
und kämest nicht zu mir.
Du musst dich sicher plagen,
den schweren Sack zu tragen.

Drum, lieber Nikolaus,
pack ihn doch einfach aus.

 

nikolaus winkt

 

Draußen schneit es still und weiß,
an Dach und Bäumen hängt das Eis !

Von Fern ein Schlittenglöckchen klingt,
ein Silberstern durch's Fenster blinkt!

Im Ofen helles Feuer knackt,
die Mutter steht am Herd und backt!

 


Advent das ist die stille Zeit,
die Tage schnell verrinnen.
Das Fest der Liebe ist nicht weit,
fangt an euch zu besinnen!

Es gab wohl manchmal Zank und Streit
ihr habt euch nicht vertragen,
vergesst das Jetzt und seid bereit,
euch wieder zu vertragen.

Denn denk nicht nur an´´s eigene Glück,
du solltest danach streben,
und anderen Menschen auch ein Stück
von deiner Liebe geben.

Der eine wünscht sich Ruhm und Geld,
die Wünsche sind verschieden.
Ich wünsche für die ganze Welt
nur Einigkeit und Frieden.
 

adventskranz neu

 

An den Weihnachtsmann

Lieber Weihnachtsmann, komm rein zu mir,
ein schönes Liedlein sing´ ich dir.
Du kommst von so weit her gegangen,
die Weihnacht hat schon angefangen.

So wärme dich in unsrem Zimmer,
doch bleiben kannst du nicht für immer.
Andere Kinder wollen dich noch sehen,
ach, leider musst du wieder gehen.

Lass ein paar schöne Sachen,
die mir viel Freude machen,
bei mir und schenke recht viel Freude,
auch an die anderen lieben Leute.

 

                          weihnachtsmann mit geschenk

 

Nikolaus aus dem Walde
 

Es rauscht der Wind im Winterwalde
durch die kahle graue  Flur
und ein Jeder hofft, - schon balde
find er St. Niklolauses  Spur.

Ach, wann wird er endlich kommen,
dieser heiß ersehnte Gast ?
Kinder blicken teils benommen
von Baum zu Baum, von Ast zu  Ast.

In den Blicken heißes Sehnen,
Fragen, was wird dann geschehn  ?
Und mancher tut schon mal erwähnen,
"Ich hab St. Nikolaus  gesehn".

Langsam neigt der Tag sich nieder,
Die Winternacht, sie  steigt herauf,
als ein leises Raunen wieder,
stoppt der Kinder frommen  Lauf.

Da, aus dunstigem Gefilde
steigt wie eine Nebelnacht,
ein  stilles schattiges Gebilde,
und die Dämmerung ist  erwacht.

Kinderblicke werden helle
die Gesichter sind verzückt,
als  Niklaus an der Tagesschwelle,
tritt in ihren Sehnsuchtsblick.

Du guter  alter Nikolaus,
du Freund der Kinder nah und fern,
leer Deinen Sack heut  bei uns aus,
wir alle haben dich so gern.

nikolaus winkt

 

Christkind

Die Nacht vor dem heiligen Abend,
da liegen die Kinder im Traum;
sie träumen von schönen Sachen
und von dem Weihnachtsbaum.

Und während sie schlafen und träumen,
wird es am Himmel klar,
und durch den Himmel fliegen
drei Engel wunderbar.

Sie tragen ein holdes Kindlein,
das ist der Heil ´ge Christ;
es ist so fromm und freundlich,
wie keins auf Erden ist.

Und wie es durch den Himmel
still über die Häuser fliegt,
schaut es in jedes Bettchen,
wo nur ein Kindlein liegt,

und freut sich über alle,
die fromm und freundlich sind,
denn solche liebt von Herzen
das liebe Himmelskind.

Wird sie auch reich bedenken
mit Lust aufs Allerbest
und wird sie schön beschenken
zum lieben Weihnachtsfest.

Heut schlafen noch die Kinder
und sehn es nur im Traum,
doch morgen tanzen und springen
sie um den Weihnachtsbaum.

Robert Reinick ( 1805 - 1852 )

 

weihnachtsengel neu

 

Es ist wieder mal so weit,
dass nun naht die Weihnachtszeit.
Geschenke werden eingepackt,
manche Nuss dabei geknackt,
viele Euros ausgegeben,
(was die Wirtschaft wird beleben.)
Grüße werden nun verschickt,
die Enkel werden eingestrickt,
die Gans wird langsam aufgetaut,
das Wetter zaubert Gänsehaut,
die Kerzen strahlen hell und schlicht,
fürwahr, das Fest ist nun in Sicht.
Man wünschet sich Besinnlichkeit,
denn es naht die Weihnachtszeit.
Ruhe und Frieden in unserem Leben
sollte es das ganze Jahr über geben...

 


Wir staunen und sind hell entzückt,
wie herrlich ist der Markt geschmückt.
Und mittendrin bestrahlt von Licht,
das Christkind seine Botschaft spricht.
Ein Chor das Weihnachtslied anstimmt,
der Zauber uns gefangen nimmt.
Hier um den großen Tannenbaum,
lebt er der Weihnachtswundertraum.
In uns das Kind erwachen will -
das sich noch heute - wenn auch still
auf´s weihnachtliche Wiegenfest,
von Herzen freut - wenn man es lässt.
Lasst es nur zu - habt doch den Mut,
das „Kind sein" tut uns allen gut.
Vergesst den Stress -
nur Menschlichkeit, ist Trumpf -
in dieser stillen Zeit.

Anita Menger